Grundvoraussetzung für die Erzeugung von Mutterbrut ist ein Reinraum bzw. eine keimfreie Umgebung
Mit der Reinkultur wird eine so genannte Mutterbrut erzeugt.
Für die Erzeugung von Mutterbrut benötigt man Getreidekörner
einer Getreideart mit hohem Rohproteingehalt um das Pilzmyzel über einen
möglichst langen Zeitraum mit Nährstoffen zu versorgen.
Die Getreidekörner werden 2-3 Tage gewässert und anschließend nur oberflächlich auf einem Sieb getrocknet und mit Gips oder Kalk vermischt um ein zusammenkleben zu verhindern und den PH-Wert zu stabilisieren.
In mit Mikrofiltern versehenen Mikrofiltertüten oder Mikrofilterflaschen
werden die vorbehandelten Getreidekörner dann bei mindestens 121°C
sterilisiert.
Die Zeitdauer richtet sich nach der Größe der Mikrofilterflaschen
oder Tüten bzw. Menge der Mutterbrut.
Nach dem Abkühlen auf 20°C, wird die Mutterbrut unter Reinraumbedingungen mit der Reinkultur durch herauslösen des mit Myzel bewachsenen Nährmediums aus der Petrischale beimpft.
Die beimpfte Mutterbrut wird dann in einem Wärmeschrank bei mindestens
20°C aber höchstens 25°C gelagert bis diese vollständig durchwachsen
ist.
Zwischenzeitlich wird die Mutter-Brut geschüttelt um die durchwachsenen
Teile zu verteilen.
Nach dem Durchwachsen ist die Mutterbrut bei 3-4 °C längere Zeit lagerfähig.
Mutterbrut wird zur Erzeugung von Körnerbrut bzw. Pilzbrut benötigt.